Das Thema "Wohnen" ist besonders für ältere Menschen von zentraler Bedeutung.
Immerhin verbringen sie durchschnittlich mehr als 4/5 des Tages in der eigenen
Wohnung. Wohnen wird emotional verbunden mit Schutz, Geborgenheit und mit Ge"wohn"heiten.
Die Aktionsräume älterer Menschen konzentrieren sich zunehmend auf die Wohnung.
Die Kreise werden enger, Umweltbezüge "schrumpfen" auf einen räumlichen und
sozialen Nahbereich - die Wohnung wird zum Lebensmittelpunkt. Nachvollziehbar
ist daher der Wunsch vieler Älterer, innerhalb der vertrauten Wohnung so lange
wie möglich zu verweilen und die Selbstständigkeit zu bewahren. Die Statistischen
Zahlen untermauern die Tatsache, dass im Bereich Wohnen Neuerungen erforderlich sind.
"Senioren sind die einzige noch wachsende Bevölkerungsgruppe" (Zitat eines deutschen Politikers)
Ein Blick auf die demographische Entwicklung zeigt, dass die Zahl der Älteren in
der Bevölkerung in Deutschland kontinuierlich zunehmen wird. Der Anteil der Älteren
über 65 Jahren wird von 20% (2006) auf rund 33% (2050) ansteigen (Quelle:
Statistisches Bundesamt). In Anbetracht dieser Entwicklung wird deutlich,
dass bestehende Wohnkonzepte überdacht und durch neue Bausteine ergänzt werden müssen.
Sehr viele ältere Menschen möchten noch lange ein selbstbestimmtes Leben führen und
gleichzeitig die Möglichkeit einer angemessenen Versorgung nutzen. So unterschiedlich
wie die Wohnbedürfnisse der Menschen, so differenziert sollten auch die angebotenen
Wohnkonzepte sein. Derzeit informiert die Beratungsstelle u.a. über folgende Wohnformen:
das Betreute Wohnen
das gemeinschaftliche Wohnen (Haus- und Wohngemeinschaften)
Wohnen für Hilfeleistungen
das Betreute Wohnen zuhause
Mehrgenerationen-Wohnen
Die Beratungsstelle für ältere Menschen stellt in Gesprächen mit den Ratsuchenden
die verschiedenen Möglichkeiten des altersgerechten Wohnens vor und informiert
über die Vor- und Nachteile der einzelnen Wohnformen. Dabei erarbeiten die
Mitarbeiterinnen gemeinsam mit dem älteren Menschen individuelle Lösungen. In
Einzelgesprächen kann festgestellt werden, ob eine gute Versorgung auch in der
eigenen Wohnung stattfinden kann. Bereits geringe wohnliche/räumliche Veränderungen
und zusätzliche Unterstützungsmaßnahmen können die Lebensqualität und die Sicherheit
älterer Menschen erheblich verbessern.
Es ist Zeit etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.